03.07.2018: Kuhfelder SV wehrt sich in der Altmarkzeitung gegen Vorwürfe unserer Kampage

In der Altmarkzeitung vom 03.07.18 empören sich die Vereinsvorsitzende und der Abteilungsleiter Fußball des Kuhfelder SV über die Vorwürfe, die in unserem offenen Brief geäußert wurden. Die Altmarkzeitung zitiert die Vereinsvorsitzende: „Wir lassen uns nicht als Nazis bezeichnen!“ Unserer Kampagne wird laut Altmarkzeitung vom Abteilungsleiter Fußball „Rufmord“ vorgeworfen, auch wird dort seitens des Vereins eine Entschuldigung und eine Richtigstellung von uns gefordert.

Wir wollen daher kurz zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Auf keinen Fall wollten wir den Verein in Gänze kritisieren, geschweige denn als Nazis bezeichnen. Sondern wir wollten auf einige rechte Spieler in der Herrenmannschaft hinweisen. Zitat aus unserem offenen Brief:

Aktuell spielen einige der rechten Akteure im Kuhfelder Sportverein Fußball. Wir haben Salzwedeler Jugendliche darauf angesprochen und diese bestätigten uns, dass die Situation unter „Hakenkreuz Kuhfelde“ durchaus bekannt sei. Wir verstehen nicht, dass ein Sportverein wie der KSV, der ansonsten für gute Jugendarbeit und aktiven Sport über den Ort hinaus geschätzt ist, dieser Herrenmannschaft und ebenfalls der damit zusammenhängenden rechten Fanszene eine Plattform bietet.

Die polarisierende Bezeichnung „Hakenkreuz Kuhfelde“ stammt dabei nicht von uns, sondern ist ein im Text gekennzeichnetes Zitat von Jugendlichen, mit dem wir unterstreichen wollten, wie unterschiedlich die aktuelle Situation wahrgenommen wird. Die Reaktionen aus dem Verein bestätigen uns dabei, auch wenn – wie betont – damit keinesfalls der gesamte Verein gemeint ist. Bei dieser differenzierten Darstellung werden wir bleiben und erhalten den Vorwurf von rechten und neonazistischen Spielern beim Kuhfelder SV aufrecht.

Prominentestes Beispiel für einen Neonazi ist der Kuhfelder Spieler J., der überregional in die Schlagzeilen geriet, weil er wegen unzähliger Nazischmierereien in Salzwedel Anfang Okt0ber 2013 in mehreren Instanzen vor Gericht stand. Im Mai 2016 wurde er vor dem Landgericht Stendal für die Taten verurteilt. Er legte zwar Rechtsmittel vor dem Oberlandesgericht ein, so dass wir nicht wissen, ob das Urteil rechtskräftig wurde. Das Urteil ist aber auch unerheblich für den Umstand, dass dieser in Salzwedel bekannte rechte Aktivist und Teilnehmer von Naziaufmärschen beim Kuhfelder SV spielt. Es wundert uns, dass der politische Hintergrund trotz wiederholter Berichterstattung samt „Dorftratsch“ dem Verein komplett verborgen blieb. Ein weiteres Beispiel für einen Neonazi in der Mannschaft ist der Spieler T., der im Internet mit seinem Tattoo posiert. Zu sehen ist unter anderem eine sogenannte schwarze Sonne auf dem Oberarm, ein bliebtes und bekanntes Symbol der rechten Szene. Dieses Tattoo sollte der Mannschaft in der Umkleidekabine nicht verborgen geblieben sein.
Weitere Infos werden folgen.

Tattoo schwarze Sonne
Spieler T. mit Nazi-Tattoo auf dem Oberarm