24.01.20: AfD-Bürgerdialog mit Höcke und Kalbitz in Salzwedel – mit Nazis gegen „Linksextremismus“

Für den 24.01. hat die AfD Landtagsfraktion eine Veranstaltung im Salzwedeler Kulturhaus angekündigt mit dem Titel „Linksextreme Seilschaften aufdecken und bekämpfen!“

Flyer AfD Bürgerdialog
Bild: Flyer der AfD-Veranstaltung

Ziel wird wohl wie auch beim „Bürgerdialog“ zum selben Thema vor fast genau einem Jahr sein, alle politischen Gegner der AfD als angebliche Linksextremisten zu diskreditieren. Bei der Veranstaltung im vergangen Jahr stellte die AfD einschlägig bekannte Rechtsextreme zur Einlasskontrolle in die Tür, darunter auch den vorbestraften Nazischläger Fabian Mähne. Es kam zu tumultartigen Szenen und rechter Gewalt gegen eine Gegendemonstrantin. Mehrere Menschen aus Salzwedel wurden in den eigentlich öffentlichen „Bürgerdialog“ willkürlich nicht hineingelassen, einer jungen Frau wurde der Einlass wegen ihrer Hautfarbe verwehrt. Im Kulturhaus unter den Gästen waren zahlreiche Neonazis.

Ähnliches Publikum dürfte auch dieses Jahr wieder die AfD-Veranstaltung besuchen, zumal die angekündigten Referenten allesamt Verbindungen zum Rechtsextremismus haben:
Oliver Kircher gehört dem rechtsextremen Flügel der AfD an, Ulrich Siegmund der rechtsextremen Jungen Alternative Altmark, in der auch mehrere Neonazis Mitglieder sind. Daniel Roi musste den Vorsitz der Enquete-Kommission „Linksextremismus“ abgeben, nachdem seine Teilnahme bei einem Naziaufmarsch in Dresden 2009 bekannt wurde. Auch Parteikamerad Björn Höcke war ein Jahr später in Dresden auf dem jährlichen Naziaufmarsch. Andreas Kalbitz war vor seiner Karriere bei der AfD Teilnehmer bei mehreren neonazistischen Veranstaltungen.

Daniel Roi Dresden 2009
Daniel Roi (dritte Reihe hinter dem Transparent ganz links mit schwarz-weiß-grauer Jacke) 2009 in Dresden, Quelle: Twitter Mario Bialek

Höcke Aufmarsch Dresden 2010
Björn Höcke 2010 in Dresden, Quelle: ZDF

Kalbitz HDJ-Lager 2007
Andreas Kalbitz 2007 bei einem geheimen Zeltlager der neonazistischen, mittlerweile verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“. Quelle: Recherche Nord